



Lotsendienst für Studierende In Freiburg arbeiten Studentenwerk und Arbeitsagentur zusammen und starten studijob-freiburg Ein Job neben dem Studium für die meisten Studierenden ist das normal. Sei es als Verkäufer oder Gärtnerin, als Kellnerin oder Übersetzer, Kinderbetreuer oder Webmaster: 60 Prozent der Studierenden verdienen sich etwas dazu. Ein Job, der sich mit dem Studium vereinbaren lässt und der möglichst auch noch den eigenen Fähigkeiten und Interessen entspricht, ist allerdings nicht gerade einfach zu finden. In Freiburg leistet seit dem 7. April ein neues, bundesweit einmaliges Angebot dabei Hilfestellung: studijob freiburg, der gemeinsame Beratungs- und Vermittlungsservice des Freiburger Studentenwerks und der Agentur für Arbeit. ,,Nach vielen Jahren der friedlichen Koexistenz gehen wir jetzt einen deutlichen Schritt nach vorne", sagt Clemens Metz, Geschäftsführer des Freiburger Studentenwerks. Bisher gab es für die rund 28.000 Studierenden in Freiburg zwei getrennte Anlaufstellen beim Studentenwerk und der Arbeitsagentur. Nicht immer fanden dabei Bewerber und Jobs zusammen, während andere Vermittlungsaufträge doppelt bearbeitet wurden. Die Vorteile von studijob-freiburg liegen für Metz auf der Hand: Das Studentenwerk sei nahe dran an den Bedürfnissen der Studierenden, während die Arbeitsagentur intensive Kontakte zu den Arbeitgebern der Region pflege. ,,Die Kooperation ist eine Win-Win-Situation für beide Institutionen", so Metz. ,,Wir werden dadurch beide in unseren Stärken stärker." Die zuständigen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit sind bereits zur ihren Kollegen in die Schreiberstraße umgezogen. Dort, in den Räumen des Studentenwerks, hat studijob- freiburg seinen festen Platz, täglich von acht bis siebzehn Uhr können sich Studierende beraten lassen. Zweites Standbein des neuen Angebots ist das Internet: Unter www.studijob- freiburg.de können Studierende in der Datenbank passende Angebote recherchieren und Arbeitgeber ebensolche Angebote eingeben. Ob real im Gespräch oder virtuell im Netz Beratung und Vermittlung sind in beiden Fällen kostenlos. ,,Unsere Dienstleistung richtet sich an Studierende, aber auch an Arbeitgeber, die kurzfristig Arbeitskräfte vermittelt bekommen wollen", sagt Wolfram Leibe, Chef der Freiburger Agentur für Arbeit. Die Jobsituation in Freiburg sei geprägt durch viele kleine und mittlere Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich und nicht durch große Arbeitgeber wie etwa Bosch und Daimler in Stuttgart. Deshalb sei die ,,Lotsenfunktion" von studijob-freiburg hier besonders wichtig. Zusätzlich hofft Leibe auch auf einen Nebeneffekt: Das neue Angebot könne mithelfen, mögliche Vorbehalte der angehenden Akademiker gegen die Agentur für Arbeit abzubauen. Gut 5000 Studijobs jährlich haben Studentenwerk und Arbeitsagentur in Freiburg schon vor ihrer Kooperation vermittelt. Zwischen sieben und 15 Euro pro Stunde verdienen die Studierenden in der Regel. ,,Die Notwendigkeit zu jobben ist größer denn je", sagt Metz und hofft, durch die neue Kooperation künftig noch mehr Vermittlungen zu schaffen. Diese Hoffnung teilt auch Andreas Voßkuhle, seit 1. April Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: ,,Studijobs sind wichtig für die Finanzierung des Studiums", sagt Voßkuhle aber nicht nur: ,,Sie können auch wichtige Erfahrungen im Studentenleben sein, um sich weiter zu entwickeln." Die Universitätsleitung werde darauf achten, dass auch in der neuen Studienstruktur mit den Abschlüssen Bachelor und Master der Studienalltag nicht vollständig verplant werde: ,,Freiräume für Jobs und andere Aktivitäten sind wichtig für ein Studium", so Voßkuhle. Die Universität brauche ein Umfeld, in dem sich Studierende wohlfühlten. Das Angebot von studijob-freiburg könne deshalb ,,ein Baustein sein für ein gutes Studium an der Albert- Ludwigs-Universität Freiburg".